
Venus als Minimond
Mitte März ist Venus als schmale Sichel zu sehen
Bild vergrößernDie Venus verringert zunehmend ihren scheinbaren Abstand zur Sonne, der Abendstern geht jetzt immer früher unter. Am 23. März wird Venus ihre untere Konjunktion mit der Sonne erreichen und bleibt für einige Tage im Glanz des Tagesgestirns verborgen, bevor sie Ende März wieder als Morgenstern auftaucht.
Rund um die untere Konjunktion der Venus ist ein besonderes Schauspiel zu beobachten: unser innerer Nachbarplanet zeigt sich als schmale Sichel – und sieht aus wie unser Erdmond kurz vor oder nach Neumond. Die Venussichel erkennt man bereits mit einem Fernglas!
Während der unteren Konjunktion läuft die Venus im Weltraum zwischen Erde und Sonne hindurch. Von der Erde aus gesehen schauen wir dann „von hinten“ auf die dunkle Seite der Venus. Da Venus aber etwas oberhalb der Sonne steht, können wir noch einen kleinen Teil ihrer hellen Vorderseite erkennen – als sehr schmale Sichel am irdischen Himmel.

Wer mit dem Fernglas nach Venus Ausschau hält, kann gleich noch Merkur „mitnehmen“ – der sonnenächste Planet ist erst links unterhalb von Venus zu finden, am 14.3. stehen beide auf gleicher Höhe. Im Unterschied zu Venus ist Merkur aber zu klein, um mit einem Fernglas seine Phasengestalt zu erkennen.

Kosmos Himmelsjahr 2025
Alles, was das neue Jahr zu bieten hat: Mit dem Himmelsjahr die Highlights am Nachthimmel entdecken!
Zum Buch